Sonne, Felsen, kühler Wein

Brütende Hitze, der Weg beschreibt eine weitere Kurve, die Kletterausrüstung wiegt nicht eben wenig und der Rotstein ist immer noch nicht in Sicht.

Irgendwie habe ich den Anmarsch zum Rotsteinkegel, einem eher unbedeutenden Gipfel bei Cunnersdorf in der Nähe von Königstein, der jedoch mindestens zwei schöne Kletterrouten aufweist, kürzer in Erinnerung. Macht nichts, unsere Route ist gesäumt von Himbeersträuchern, die Massen von Früchten tragen. Ich kann mich nicht entsinnen, in der sächsischen Felsenheimat schon einmal Himbeeren in solchen Mengen gesehen zu haben.

Wandern und Bergsteigen mit Kindern fetzt. Ohne Kinder ist es zwar nur halb so schön, geht zur Not aber auch.  Katrin und David haben ihre Jungs an Oma und Opa „verkauft“, wir machen ein „Erwachsenen-Wochenende“ wie noch vor einigen Jahren.

Zuerst klettern wir gemächlich den „Alten Weg“ und die „Ostkante“ am Rotsteinkegel. Danach erfrischen wir uns im Cunnerdorfer Waldbad. Wir lassen den Abend schließlich mit kühlem Weißwein und verschiedenen Käsesorten auf dem Massiv des Kleinhennersdorfer Steins ausklingen. Es muss nicht immer die auszehrende Wanderung nebst spartanischer Kost sein. Die Natur ist ebenfalls kein Kostverächter und weist alles in Hülle und Fülle auf.

Dabei testen wir die „Bushbox“ in der letzten Variante, in der wir sie noch nicht ausprobiert haben – in Kombination mit dem Trangia-Brenner. Überzeugt uns durchweg. Dazu jedoch später mehr an dieser Stelle.

Am nächsten Morgen suchen wir die geheimen Pilzstellen ab. Viel hat sich bisher nicht getan. Die Röhrlinge lassen auf sich warten – es ist wohl insgesamt zu trocken. Einen einsamen Vertreter der Sommerfraktion der Steinpilze (Boletus reticulatus) können wir jedoch finden, und auch „alte Bekannte“, deren Geruch im Moment den Wald erfüllt, treffen wir wieder. Es gelingt ein Bild der fliegenbesetzten Stinkmorchel. Ein intaktes „Hexenei“, die Fruchthülle der Stinkmorchel, finden wir ebenfalls.

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